onyo – Homeoffice-as-a-Service für Produktivität & Gesundheit

onyo bietet Arbeitgebern Homeoffice-as-a-Service und sorgt damit für ausreichend Produktivität & Gesundheit der Mitarbeiter. Nebenbei stärkt es die Mitarbeiterbindung und verbessert die Employee Experience. 
Wir haben mit den beiden Gründern Niao Wu und Jens Wöhrle über ihren Service gesprochen.

onyo hat sich für die Queb HR Innovation Awards 2022 beworben.

onyo Homeoffice-as-a-Service

Stell Dich und onyo doch unseren Leserinnen und Lesern bitte einmal kurz vor!

Wir sind onyo und bieten Homeoffice-as-a-Service! Wir ermöglichen Unternehmen, ihre Mitarbeiter – also ihr höchstes Gut – professionell für das Arbeiten von zu Hause auszustatten.

Um was genau geht es bei onyo, wie seid Ihr auf die Idee gekommen und seit wann gibt es Euren Service?

Im Grunde geht es darum, dass 2/3 unserer Kollegen und Kolleginnen im Homeoffice mangelhaft ausgestattet sind. Die Auswirkungen auf Gesundheit, Mitarbeiterbindung, Produktivität und Rechtsrisiken sind gigantisch.

Wir stellen eine digitale Plattform mit Integrationen in die bestehenden HR-Systeme und Single-Sign-On zur Verfügung und ermöglichen dem Arbeitgeber, seine Mitarbeiter durch vollständig digitalisierte Prozesse professionell für das Arbeiten von zu Hause auszustatten. Mit zusätzlichen digitalen Services wie z. B. virtuelle Gefährdungsbeurteilungen bieten wir ein komplettes Ökosystem rund um das hybride Arbeiten an.

Wir sind seit Mitte letzten Jahres auf dem Markt. Die Idee kommt von unserer Mitgründerin Niao Wu. Sie hat jahrelang bei BMW das Thema Arbeitswelten betreut. Während ihrer anschließenden Zeit bei BCG kam die Pandemie und hat früh erkannt, dass zahlreiche Kollegen und Kolleginnen schlecht ausgestattet waren und sich über gesundheitliche Folgen beschwert haben.

Welches Problem löst onyo?

Corona geht (hoffentlich), aber Homeoffice bleibt. Ca. 150 Millionen Beschäftigte in der EU und Nordamerika werden regelmäßig von zu Hause aus, arbeiten und 2/3 sind davon aktuell mangelhaft ausgestattet. Durch uns arbeiten die Kollegen jedoch nicht mehr vom Küchentisch oder vom Sofa aus, weil uns das krank macht und Geld kostet.

Es gibt drei „alte Wege“, die als Übergangslösungen während Corona entwickelt wurden. Sie haben erhebliche Nachteile:

  1. Status quo: Mitarbeiter arbeiten vom Küchentisch oder vom Sofa aus.
    Arbeitgeber riskieren eine höhere Mitarbeiterfluktuation und Compliance-Probleme, ganz zu schweigen von Sicherheits- und Gesundheitsrisiken und Produktivitätsverlusten.
  2. Cash Allowance: Einige Unternehmen zahlen ihren Mitarbeitern eine Geldzahlung:
    Da es steuerpflichtiges Einkommen ist, kommt nur „die Hälfte“ beim Mitarbeiter an. Gleichzeitig haben Unternehmen keine Kontrolle darüber, wie Mitarbeiter das Geld verwenden (z. B. Kauf einer PlayStation anstelle eines ergonomischen Stuhls), und die Compliance bleibt gefährdet. Darüber hinaus hat es einen geringen „psychologischen Lock-in“-Effekt, da die Mitarbeiter es schnell vergessen.
  3. Der Arbeitgeber kauft die Arbeitsausstattung:
    Mitarbeiter können nur aus einer Handvoll Produkte wählen. Unternehmen haben einen erheblichen administrativen Aufwand, um Bestellungen zu verwalten und die Logistik zu koordinieren. Diese Komplexität wächst exponentiell mit der Unternehmensgröße (z. B. >50 Mitarbeiter im ganzen Land verteilt).
    Außerdem entsteht ein riesiges dezentrales Betriebsvermögen, welches auch einer Inventur unterzogen werden müsste. Sobald ein Mitarbeiter den Vertrag kündigt, würden sich je nach Richtlinie zusätzliche Herausforderungen bei der Besteuerung oder Rückgabe der Ausrüstung ergeben.
onyo – Homeoffice-as-a-Service für Produktivität & Gesundheit Backend
onyo – Backend

Wieso ist das Thema Employee Experience am mobilen Arbeitsplatz in Euren Augen so wichtig?

Zum einen das Gesundheitsrisiko: 37 % der Homeoffice-Nutzer leiden unter Rückenschmerzen, Verspannungen oder Kopfschmerzen. Es verursacht 25 % Produktivitätsverlust und 93 Krankheitstage / 100 Mitarbeiter p.a. Die Opportunitätskosten sind mit über 10.000 € pro Mitarbeiter und Jahr sehr hoch.

Zum anderen das Einstellungs- und Bindungsrisiko: In Zeiten des Fachkräftemangels wird die Mitarbeitererfahrung entscheidend und Fitnessstudio-Abo, Job Rad oder Firmenwagen sind wir wirkungsvoll, wenn das Arbeiten von zu Hause aus beliebt wird oder einfach nicht mehr zeitgemäß.

Das Job Rad kennt man schon. Jetzt kommt das Dienstmöbel-Leasing. Was hat ein ergonomischer Arbeitsplatz mit Employee Experience zu tun?

Wenn ein Mitarbeiter im Schnitt 2–3 Tage von Hause arbeitet, dann nutzt er eine professionelle Ausstattung für ~20 Stunden die Woche. Wenn der Arbeitgeber hier eine professionelle Arbeitsatmosphäre auch zu Hause zur Verfügung stellen, wird der Mitarbeiter entsprechend häufig an die Fürsorglichkeit des Arbeitgebers erinnert. So viel Fahrrad kann man gar nicht fahren.

Außerdem wird die Ausstattung Teil der individuellen Wohnsituation des Mitarbeiters und erzeugt somit einen psychologischen „Lock-In“-Effekt. Wenn der Mitarbeiter kündigt, würde auch die Ausstattung verschwinden.

onyo Frontend
onyo – Frontend

Wie genau sieht der Ablauf aus? Sucht das Unternehmen Möbel für Mitarbeiter aus? Oder entscheiden Mitarbeiter selbst, welche Möbel zu ihnen passen?

Das Vorgehen ist relativ simpel:

  1. Der Arbeitgeber schließt mit uns einen (kostenlosen) Dienstvertrag ab.
  2. Wir stellen die entsprechend Plattform den Unternehmen und Mitarbeitern zur Verfügung.
  3. Die Mitarbeiterin bekommt ein bestimmtes Budget zugewiesen und kann auf unserer Plattform die Möbel auswählen, die sie für ihr Home-Office braucht, will und liebt. Bei Unterstützung bieten wir Beratung.
  4. Der Arbeitgeber genehmigt und zahlt eine monatliche Gebühr.
  5. Wir liefern und montieren die Möbel und kümmern uns um alle gesetzlichen Anforderungen.

Welche und wie viele Produkte kann man über Euren Service auswählen?

Verleast werden nur hochwertige, nachhaltig hergestellte Möbelstücke, etwa von Girsberger, Aeris oder Dauphin. Mit über 20 Hersteller-Partnerschaften haben wir mehrere tausend Produkte im Angebot, sodass wir für jede Wohn- und Platzsituation etwas Passendes anbieten können. Tisch und Stuhl und innovativen Möbel-Lösungen für das Homeoffice sind bei uns auch Beleuchtung, Monitore und Peripheriegeräte lieferbar.

Auf welche Weise profitieren Unternehmen von Eurem Service?

Unsere primären Kunden sind Arbeitgeber mit 50+ Mitarbeitern und einem hohen Anteil an hybrider Arbeit, das heißt Softwareunternehmen, Beratungsunternehmen, Anwaltskanzleien usw.

Diese Arbeitgeber sind glücklich, weil sie ihren Mitarbeitern zu überschaubaren Kosten und mit minimalem Aufwand für ~35-50€/Monat/Mitarbeiter einen professionellen Arbeitsplatz zu Hause bieten können. Und das fördert Mitarbeiterbindung, Produktivität und Gesundheit und Arbeitssicherheit.

Gleichzeitig können Unternehmen zusammen mit einer Desk-Sharing-Policy durch eine Reduzierung der Bürofläche um 30 % ca. 200 € monatlich pro Arbeitsplatz einsparen (bei einer Vollkostenrechnung von 700 €/Monat pro Arbeitsplatz im Büro). Unsere Lösung ist hier auch bei Verhandlungen mit dem Betriebsrat eine spannende Lösung.

Wie geht es den Mitarbeitern damit?

Die Mitarbeiter sind glücklich, weil sie ein professionelles und individuelles Arbeitsumfeld zu Hause bekommen und sogar die Möbel auswählen können, die sie brauchen, wollen und lieben. Darüber hinaus fühlen sie sich während eines rückenschmerzfreien, produktiven Arbeitstages von ihrem Arbeitgeber wertgeschätzt und bauen eine stärkere Bindung zu ihrem Unternehmen auf.

Welche Pläne habt Ihr für die Zukunft?

Wir wollen in den nächsten Jahren zum führenden Anbieter rund um hybrides Arbeiten werden. Mitarbeiter sollen sich keine Sorgen um ihr Arbeitsumfeld machen, egal wo sie arbeiten. Stattdessen bekommen sie einen professionellen und individuellen Arbeitsplatz, an dem sie gerne arbeiten, zur Verfügung gestellt. Arbeitgeber müssen sich keine Sorgen um den Arbeitsplatz ihrer Mitarbeiter machen. Stattdessen stellen wir sicher, dass sie professionell, gesund, konform und kosteneffizient sind.

Zusätzliche Themen wie Strom- oder Internetkostenbeteiligungen planen wir mit anzubieten, sofern wir hier einen absehbaren Trend sehen.

Und die offene Frage ist: Brauchen wir Büros in Zukunft überhaupt noch und wenn doch „wie viel Büro“ wir es dann sein?

Vielen Dank Euch beiden für das Interview! Wir drücken Euch jetzt die Daumen für die Queb HR Innovation Awards und wünschen Euch viel Erfolg für die Zukunft von onyo!