Podcasts sind der neue Trend. Auch für das Recruiting und Employer Branding?

Podcasts sind der neue Trend. Auch für das Recruiting und Employer Branding?

 

Wer das Ohr auf den Gleisen hat, der kann nicht überhören, dass sich die Podcasts zu einem echten Trend entwickelt haben. Aktuell sind bei iTunes 525.000 aktive Shows in 100 Sprachen und 155 Ländern weltweit abrufbar (Quelle: Heise). Im Vergleich ist laut einer Erhebung vom Digitalverband Bitkom, die Zahl der Podcast-Hörer in Deutschland,

 

…„die hin und wieder hören“, von 14 Prozent in 2016 auf 22 Prozent in 2018 gewachsen. Phänomenal, denn das Medium startete erst im Juni 2005 und solche Resultate muss man als Erfolgsgeschichte werten. 

Gefühlt spielten die Podcastsin den letzten 5 – 7 Jahren eine stiefmütterliche Rolle. Mit engagierten und leidenschaftlichen Angeboten haben eine Menge Blogger das Medium Podcast am Leben erhalten. In den letzten zwei Jahren starteten eine Menge etablierter redaktioneller Medien einen eigenen Podcast-Kanal. Erfolgreiche Beispiele für eine Channel-Renaissance gibt es auch bei den Newslettern, die sich vom verhassten Spam zum echten Mehrwert wendeten. Ebenso bei den Podcasts, die eine sehr konkrete Relevanz erzeugen. 

Sehr gute Beispiele finden Sie bei Gabor Steingart, der nach seinem Weggang vom Handelsblatt mit “Steingarts Morning Briefing” einen sehr erfolgreichen täglichen Podcast entwickelt hat. Nebenbei bemerkt auch einen sehr lesenswerten Newsletter. Mit beiden Medien, die eng aufeinander abgestimmt sind, startet man hintergründig informiert in den Tag. Oder nehmen Sie das Handelsblatt, welches ebenfalls ein Morning-Briefing am Start hat. In vielen Nischen gibt es sehr erfolgreiche Podcasts, beispielsweise hat Christopher Funk, Personalberater und Geschäftsführer der Personalberatung Xenagos, einen eigenen Podcast mit Spezialisierung auf “Karriere, Recruiting & Vertrieb ” – den VertriebsFunk-, der unlängst zu Nr. 1 in der Kategorie Wirtschaft aufstieg. Auch zu erwähnen sind viele Blogger aus dem Recruiting-Umfeld, die sich mit spezialisierten Angeboten in der Expertennische eine Bedeutung erarbeitet haben – Henner Knabenreich ist mit Personalmarketing2Null oder Dominik Hahn und Michael Witt mit dem Personalerschnackzu erwähnen. Ebenso wie den „Frisch an die Arbeit“ Posdcast von der ZEIT Sie finden auch politische Podcasts, beispielsweise ist Christian Lindner mit “1 Thema, 2 Farben” auf iTunes zu finden, aber auch das Magazin “brand eins” oder der Bestseller-Autor und Zukunftsexperte Christoph Keese mit “disrupt yourself”.

Pressemitteilung Bitkom, 03.07.2018, Jeder Fünfte hört Podcasts, https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Jeder-Fuenfte-hoert-Podcasts.html

Im Grunde steht für jedes Interesse eine Vielzahl relevanter Podcasts zur Verfügung, die Neugierde und das Lernen neuer Themen und Perspektiven bedient. Sie fragen sich, was genau der Queb | Bundesverband für Employer Branding, Personalmarketing und Recruiting e. V. mit diesen Podcasts zu tun hat? Zum einen sind wir der Meinung, dass es gerade in der Personalerwelt ein sehr hohes Maß an Veränderungen zu bewältigen gilt. Diesem begegnen wir inhaltlich beispielsweise mit unseren Thesenpapieren. Zum anderen können wir erkennen, dass Podcasts eine zunehmende Breitenwirkung entfalten. Möglicherweise ist das ein beginnender Trend im Employer Branding, um die Arbeitgebermarke auf- und auszubauen? Oder sogar ein direktes Instrument im Recruiting?

Das können Sie in Ihrem Employer-Brandingebenfalls umsetzen. Alles, was in Ihrer Recruitingbroschüre steht, lässt sich auch audiodigital an die Zielgruppe bringen. Bedenken Sie dabei, dass Sie nicht einfach die Inhalte digitalisieren sollten. Podcasts leben davon, dass Sie journalistisch sind, oftmals erzählerisch und setzen Botschaften spannend in den passenden Kontext. Wir glauben, Podcasts können auch in der Arbeitgeberkommunikation ein bedeutsamer Trend werden. 

Populär, weil asynchron – auch im Recruiting?

Podcasts sind so populär, weil sie asynchron und damit zu jeder Zeit verfügbar sind, einen konkreten Mehrwert bieten und eine Relevanz beim Konsumenten erzeugen. Dies ist in der Entwicklung seit dem Jahr 2005 sehr deutlich zu beobachten. Die Angebote sind von einer Breitenwirkung zu einer Nische geworden. „One size fit‘s all“ funktionierte in den Beginnerjahren nicht. Angebote haben sich weiterentwickelt zu sehr spezialisierten Medien. Deshalb können auch Angebote, wie die der Blogger, die meist von Einzelpersonen oder Zusammenschlüssen von wenigen funktionieren, sich so positiv entwickeln. Die Hörer der Podcasts schätzen die meist kompetenten und fachlichen Inhalte sehr. 

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