Organisationale Ambidextrie: 2 rechte Hände und das Innovators Dilemma

Organisationale Ambidextrie: Zwei rechte Hände und das Innovators DilemmaDer Begriff „Organisationale Ambidextrie“ ist auch im deutschsprachigen Raum immer häufiger zu lesen. Was das mit HR zu tun hat und was man sonst noch wissen sollte, haben wir für Euch zusammengetragen.

Auch Queb hat die Organisationale Ambidextrie vergangenes Jahr im Thesenpapier zur Zukunft von HR als erste von vier Thesen ausgerufen.

Wikipedia hilft dabei, den Begriff etwas verständlicher zu machen und erklärt die Organisationale Ambidextrie folgendermaßen:

„Organisationale Ambidextrie (aka. Ambidexterität, lat. „Beide rechts“) beschreibt die Fähigkeit von Organisationen, gleichzeitig effizient und flexibel zu sein. Ambidextrie (von lateinisch ambo „beide“ und dexter „rechte Hand“) vom Wortursprung bedeutet somit Beidhändigkeit, und soll im Rahmen der organisationalen Ambidextrie die Wichtigkeit der Integration von Exploitation

(Ausnutzung von Bestehendem) und Exploration (Erkundung von Neuem) verdeutlichen.“

Vor diesem Hintergrund fällt das Verständnis für weitere Texte leichter, die kürzlich zum Thema erschienen sind.

Die Dynamisierungsdimension

So beschäftigt sich aktuell Stephan Grabmeier (Kienbaum) mit dem Thema unter dem Titel: „Ambidextrie als Organisationsprinzip – Innovationen und Kerngeschäft verbinden“ Dort stellt er auch das „Kienbaum Denkmodell zur ambidextren Steuerung von Organisationen und Führung“ vor.

Ebenfalls kürzlich erschienen ist ein Beitrag im Human Resources Manager, unter dem Titel: HR agil und beidhändig aufstellen. Der Beitrag beschäftigt sich vorrangig mit dem nicht mehr ausreichenden Dave Ulrich Säulenmodell und unterbreitet einen Vorschlag, wie eine Dynamisierungsdimension hinzugefügt werden könnte.

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Queb Thesenpapier: HR Views on a new structure

Organisationale Ambidextrie im Rückblick

Während der Begriff erst in den letzten Jahren Einzug in die deutschsprachige Literatur gefunden hat, existiert es in der englischsprachigen Literatur schon mindestens seit 1976.

Eng mit dem Begriff verknüpft sind die beiden Autoren Charles A. O’Reilly III and Michael L. Tushman. Sie beschäftigen sich schon seit vielen Jahren mit dem Thema. Unter anderem haben sie sich 2004 im Harvard Business Review intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt: https://hbr.org/2004/04/the-ambidextrous-organization

Oxford Review beschäftigte sich 2016 unter dem Titel: Developing organisational ambidexterity – the implications for HR, L&D and OD mit einer Zusammenfassung bestehender Forschung und Literatur, der vorausgehenden 15 bis 20 Jahre. Der Beitrag gibt eine tolle Übersicht für alle, die sich tiefergehend mit dem Thema beschäftigen möchten.

Weitere Interessante Beiträge zum Thema finden sich unter folgenden Links:

Organisationale Ambidextrie – das Unternehmen als Multitasking-Talent?“ auf https://www.hrweb.at (2016)

„HR in dynamic environments: Exploitative, exploratory and ambidextrous HR architectures“, bei ResearchGate (2017)

The Ambidextrous CEO” bei Harvard Business Review (2011)

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