Interview: Influencer Marketing bei TalentHero

Bei TalentHero geht es seit jeher um die Suche von Ausbildungsplätzen. Im Recruitig Prozess setzt die App inzwischen verstärkt auf Influencer Marketing. Wir haben wir mit Katja Haack, der Teamleiterin von TalentHero, darüber gesprochen, warum das eine gute Idee ist und was man daraus lernen kann.

Viel Spaß mit unserem Interview!

Interview: Influencer Marketing bei TalentHero: Team TalentHero

Liebe Frau Haack, stellen Sie sich unseren Lesern doch bitte einmal kurz vor!

Interview: Influencer Marketing bei TalentHero: Katja HaackAufgewachsen im Rheinland habe ich nach dem Abitur BWL mit Schwerpunkt Tourismus studiert. Während dem Studium hatte ich die Möglichkeit einige Zeit im Ausland zu verbringen: 9 Monate habe ich in Barcelona und ein Jahr in Melbourne gelebt. Nach meiner ersten beruflichen Station bei GO! Express & Logistics, als Online Marketing & Social Media Manager, wechselte ich zu meinestadt.de. Dort hatte ich einige Stationen im Produktmanagement, bis ich dann 2017 die Teamleitung des Teams TalentHero übernahm. Seither betreue ich das Team, das sich täglich unserem Ausbildungsprodukt von meinestadt.de widmet.

Stellen Sie unseren Lesern bitte Ihr Unternehmen einmal kurz vor!

Unser Online-Portal meinestadt.de unterstützt bei den wichtigen Entscheidungen im Leben und bietet den führenden Stellenmarkt für Fachkräfte mit Berufsausbildung. Wir sind der Schlüssel zum neuen Job, zur neuen Wohnung, zum neuen Auto und zur Liebe fürs Leben. Damit geben wir den Menschen TalentHero AppSicherheit und liefern ihnen immer die relevantesten, regionalen Informationen – in allen 11.000 Städten und Gemeinden Deutschlands. 1996 als allesklar.com AG gegründet, firmierten wir 2013 zu meinestadt.de um und gehören inzwischen zur Axel Springer SE. Wir beschäftigen heute deutschlandweit rund 250 Mitarbeiter am Headquarter in Köln und an den Standorten Berlin, Hamburg und München. Das Team TalentHero sitzt in München mit mittlerweile 10 Mitarbeitern.

Es gibt eine ganze Reihe von Möglichkeiten, um die Zielgruppe der Schüler zu rekrutieren. Bei TalentHero setzt Ihr verstärkt auf das Influencer Marketing. Warum ist das so?   

Ich würde unterscheiden zwischen, die Aufmerksamkeit der Zielgruppe erwecken und dem eigentlichen Recruiting-Prozess. Unsere Erfahrung zeigt, dass die Jugendlichen einfacher und effektiver in den Kanälen angesprochen werden, die sie selbst in ihrer Freizeit nutzen. Als Suchmaschine bei den Jugendlichen ist Youtube sehr beliebt. Jugendliche verbringen mehrere Stunden auf Instagram und auch noch auf Facebook – da liegt es nahe, dass auch wir uns dort zeigen müssen.

Auswahl Ausbildungsberufe in der TalentHero App

Unser Ansatz war es von Anfang an, die Jugendlichen für die Ausbildung zu begeistern und sie intrinsisch dazu zu bewegen, sich mit der Berufswahl auseinander zu setzen. Über die Social Media Kanäle funktioniert dies sehr gut, da sie dort in ihrer Freizeit unterwegs sind. Im eigentlichen Recruitingprozess (siehe oben) setzt auch die Generation Z auf altbewehrte Mittel wie den PC und Hilfe der Eltern. Nichtsdestotrotz können hier Kampagnen in den sozialen Netzwerken unterstützend bei der Entscheidung wirken. Influencer Marketing ist seit Launch der App im August 2016 ein fester Bestandteil unserer Marketing- und Branding Strategie. Hierdurch erreichen wir die Zielgruppe mobil, in ihrem gewünschten Umfeld und erzielen effektives Empfehlungsmarketing.

Wie geht Ihr dazu bei der Umsetzung vor und welche Maßnahmen und / oder Kanäle kommen bei Euch konkret zum Einsatz?    

Unsere eigenen Social Media Accounts werden täglich gepflegt. Wir posten fast täglich auf Instagram und in Intervallen auf Youtube und Facebook. Bei unseren Influencerkampagnen ist Passgenauigkeit sehr wichtig und erfolgsentscheidend. Wir wählen unsere Influencer anhand von geografischen, demographischen und inhaltlichen Kriterien aus. Hierdurch erreichen wir eine Vielfalt an Nutzern für unsere App und die verschiedenen Ausbildungsberufe. Wir geben den ausgewählten Influencern ein genaues Briefing mit unseren Wünschen und den Dingen, die wir unbedingt vermeiden wollen (z.B. rassistische, sexistische Äußerungen). Anschließend lassen wir den Influencern jedoch jegliche Freiheit bei der Gestaltung der Videos. Die Influencer wissen selbst am besten wie sie ihre Follower effektiv erreichen und ihre Kampagnen sind am effektivsten, wenn sie authentisch sind. Wir prüfen zum Schluss nur noch einmal den Inhalt vor der Freigabe.

Was sind Eure Erfahrungswerte dazu, wie viel Zeit und personelle Kapazität man für eine erfolgreiche Kampagne einplanen sollte?   

TalentHero “Orientierungscheck”

Wir haben in unserem Team TalentHero zwei Online Marketing Manager, die sich tagtäglich mit dem Bespielen der gängigen Kanäle und der Sonderkampagnen befassen. Zusätzlich greifen wir auf ein vierköpfiges SEO Team an unserem Standort in Köln zu.

Habt Ihr ein paar Ratschläge aus eigener Erfahrung, die Ihr anderen Unternehmen an die Hand geben würdet, die gerade anfangen sich mit dem Thema zu beschäftigen?   

Das Schöne am Online Marketing ist, dass, anders als im Print, alles sehr schnelllebig ist und man dadurch die Möglichkeit hat vieles einfach mal auszuprobieren. Im schlimmsten Fall können Beiträge gelöscht und in jedem Fall auf Kommentare reagiert werden.

Meine Tipps für effektives Influencer Marketing lauten:

  • Grenze deine Zielgruppe möglichst genau ein
  • Verteile das Risiko (lieber mehrere kleine als der eine große Influencer)
  • genaues Kampagnenbriefing
  • Mische Macro- und Micro-Influencer
  • Erfolgreiches Influencer Marketing braucht kreative Freiheiten

Habt oder plant Ihr noch weitere Maßnahmen oder Innovationen, auf die Ihr gerade besonders stolz seid oder von denen wir unbedingt wissen sollten?

Wir prüfen alle Trends und Innovationen und testen die meisten wirklich auch aus. Aktuell entwickeln wir gemeinsam mit unserem Partner Cammio die Möglichkeit der Videobewerbung durch TalentHero. Gute Erfahrungen haben wir mit dem Facebook Messenger Chat Bot gemacht. Dieser ermöglicht uns den User schnell abzuholen und nur bei Detailfragen persönlich zu reagieren. Viele Fragen können wir dadurch bereits automatisiert abfangen. Eine weitere Möglichkeit, die wir für den Informationsfluss an die User austesten werden, ist Voice Search. Ich kann noch nicht zu viel verraten, aber wir haben bereits die ersten Tests mit Alexa gemacht 🙂

Das klingt toll! Wir freuen uns über die geteilten Erfahrungen und den Blick hinter die Kulissen und wünschen natürlich auch für alle weiteren Innovationen viel Erfolg!

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